Geschichte der General Motors Company: Verstaatlichung und Reprivatisierung

Wie bereits erwähnt stürzte das traditionsreiche Unternehmen General Motors nach seinem wirtschaftlichen Zenit im Jahr 2003 in den darauf folgenden Jahren in eine schwere Krise. So erzielte das Unternehmen im Jahr 2007 zwar immer noch einen beachtlichen Umsatz von 181,1 Mrd. US Dollar. Jedoch war damit ein Verlust von 38,7 Mrd. Dollar verbunden, der größte jährliche Verlust in der Geschichte des Unternehmens. Was war passiert?Image result for Verstaatlichung und Privatisierung

Die Lage war dramatisch. So wies GM in seiner Bilanz für das Jahr 2007 eine Verschuldung von mehr als 185 Mrd. US Dollar aus, die Überschuldung lag bei 37 Mrd. US Dollar. Drastisch gestiegene Benzinpreise, Verkaufseinbrüche bei SUVs, Vans und Pickups sowie ein negatives Konsumklima waren die Hauptursachen für die negative Situation. Das Auflegen eines Planes für die Sanierung des Unternehmens wurde damit unabdingbar. So wurde die Akquisition weiterer Marken eingestellt und der Verkauf mehrerer Marken beschlossen. Die Freistellung zehntausender Mitarbeiter wurde beschlossen, daneben stellte die Regierung der USA Notkredite zur Verfügung.

Der negative Trend konnte jedoch nicht sofort gestoppt werden. So wurde auch in den folgenden Geschäftsjahren ein negativer Gewinn ausgewiesen, der in die Milliarden ging. Die Folge war die Anmeldung der Insolvenz des Unternehmens am 1. Juni 2009 gemäß Kapitel 11 des Insolvenzrechts der USA. Die Folge war die Verstaatlichung des Konzerns. Dabei wurden die Aktien wie folgt verteilt: 60,8 % erhielten die USA im Rahmen der Notverstaatlichung, Kanada erhielt 11,7 % der Aktien. 17,5 % der Aktien erwarb ein Fond der Automobilarbeitergewerkschaft UAW und die verbleibenden 10 % gingen an die Gläubiger. Die Verstaatlichung brachte dabei viele negative Auswirkungen auf General Motors mit sich. So konnte das Unternehmen nun nicht mehr eigenständig agieren, sondern war von der Mitsprache der US-Regierung abhängig. Jedoch konnte das Unternehmen bereits 16 Monate nach der Verstaatlichung wieder privatisiert werden. So wurden erfolgreich die Aktien wieder an der Börse notiert und werden bis heute dort gehandelt. Wirtschaftlich kämpft das Unternehmen aber immer noch mit seiner Vergangenheit.